Start des Anschreibens

Start des Anschreibens

Anschreiben – die „Kür“ der Bewerbung (Teil 1)

Ein weißes Blatt mit Inhalt füllen, aber wie?

Wilhelmine Wulff | pixelio.de

Keine Frage! Aller Anfang ist schwer – besonders wenn es darum geht, ein individuelles auf die ausgeschriebene Stelle zugeschnittenes Anschreiben zu formulieren.

Doch bevor Sie damit überhaupt loslegen,  sind erst mal grundsätzliche Überlegungen anzustellen.

In dem Anschreiben wollen Sie dem potenziellen Arbeitgeber mitteilen, dass Sie der richtige Kandidat für die angebotene Stelle sind – mit den Hauptaspekten:

  • Sie haben (fast) alle notwendigen Qualifikationen (Fachkompetenz).
  • Sie sind der geborene Teamplayer und können gut kommunizieren (Sozialkompetenz).
  • Sie entwickeln in kürzester Zeit die richtigen Strategien, um schnell ans Ziel (einer Aufgabe) zu gelangen (Methodenkompetenz).
  • Sie sind voll motiviert und belastbar und behalten auch bei hohem Stress die Übersicht (Persönlichkeitskompetenz).

Ihre individuelle und passende Berufskompetenz (eben diese vier Kompetenzen) treffsicher zu schildern, erfordert schon eine ganze Menge „Grips“ und Kreativität. Hüten Sie sich aber konsequent vor vermeintlichen „Musteranschreiben“, die zahlreich in den großen Weiten des Internets kursieren. Alle die darin enthaltenen Formulierungen und Phrasen kennen die Personaler bis zur (gefühlten) Schmerzgrenze hin!

Die Ausgangslage

Von der technischen und Schaffensseite her ist Ihr Ausgangspunkt, dass Sie bereits den Lebenslauf fertiggestellt haben. Des Weiteren sollten Sie alle (notwendigen) Bescheinigungen, Arbeitszeugnisse und eventuell Referenzschreiben geordnet und komplett vorliegen haben. Noch besser ist, dass Sie diese bereits einzeln gescannt haben. In diesem Fall haben Sie jedes einzelne Zeugnis als eigene Grafikdatei (im Dateiformat JPG, PNG oder GIF) in Ihrem Dateiordner „Bewerbung“ auf Ihrem PC bzw. Ihrer (externen) Festplatte (oder USB-Stick) gespeichert.

Von der gedanklichen Basis her sollten Sie sich folgende Aspekte klar machen:

  • Als Bewerber bzw. Job-Kandidat füllen Sie eine offensichtliche personelle Vakanz der Firma. Sie bieten also eine Lösung an.
  • Sie erfüllen somit eine Nachfrage. In unserer Marktwirtschaft geht es häufig um Angebot und Nachfrage.
  • Folglich bieten Sie Ihre Arbeitsleistungen einem potenziellen Arbeitgeber – quasi einem „Kunden“ – an. Somit sind Sie im Grunde „Dienstleister„.
  • Unter diesen bisherigen Überlegungen basierend schreiben Sie also einen Angebots- und Werbebrief – kurz: einen Geschäftsbrief.

Für Geschäftsbriefe gibt es die Norm DIN 5008. Genau danach bestimmt sich auch die Gestaltung und die Gliederung (Strukturierung).

Die Aufteilung

481129_web_R_K_B_by_Anton Porsche (superanton.de)_pixelio.deSie beginnen mit dem Briefkopf. In der Kopfzeile notieren Sie Vor- und Nachname, die komplette Adresse, Telefon-, Mobilfunknummer (Handy) und E-Mail-Adresse. Das heißt, in den Briefkopf gehören alle Ihre Kontaktdaten. Sie sollten – dem Dienstleistungsgedanken folgend – alle Kommunikationsmöglichkeiten auflisten, damit der Personaler Sie bei Rückfragen oder der Einladung für das Vorstellungsgespräch schnellstmöglich erreichen kann. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Briefkopf zentriert (also in der Mitte) zu positionieren.

Es folgt linksbündig die postalische Empfängeradresse: kompletter Firmenname (z. B. Müller Landmaschinen GmbH & Co. KG) , Ansprechpartner (z. B. Frau Silke Müller), Straße und Hausnummer (alternativ: Postfach und zugehörige Nummer), Postleitzahl und Ort.

Auf der rechten Seite notieren Sie dann Ihr Heimatort mit aktuellem Datum (z. B. Glückstadt, 03.07.2014).

Linksbündig sollte (nach einer Leerzeile) der Betreff  (fett gedruckt!) stehen (z. B. Bewerbung als Produktionshelfer).

Nun kommt nach der Anrede der eigentliche Inhalt des Anschreibens. Wie Sie merken, haben Sie jetzt noch wenig mehr als eine halbe Seite für Ihre Argumentation und Selbstpräsentation übrig.

HINWEIS: Weitere Informationen und Mustervorlagen zum Anschreiben folgen in weiteren Info-Reports.

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