Persönlichkeit oder Persönchen?

Persönlichkeit oder Persönchen?

Dieter Schütz | pixelio.de

Aktuell suchen die Personalverantwortlichen – kurz: Personaler – der Unternehmen meist nach der geeigneten „Bewerberpersönlichkeit“. Doch was ist das eigentlich? Muss man sich für den Job komplett verstellen? Ist man eine Persönlichkeit oder ein Persönchen? Fragen über Fragen. Doch gibt es hierauf eine Antwort?

Fangen wir mal ganz einfach an. Wer sich für den oder später im Job komplett verstellt, leugnet in letzter Konsequenz seine eigene Persönlichkeit. Doch gerade auch die individuellen persönlichen Stärken und Kompetenzen sind für den Personaler von Bedeutung. Gerade das macht Sie einzig … und auch -artig 😉 

(c) Text-Allrounder

Guido Nedden, Jobcoach, kritisiert:

Bei vielen Coachings erlebe ich immer wieder, dass sich die Bewerber selbst nicht positiv genug einschätzen können. Sie sind oft wesentlich zurückhaltender und können ihre Kompetenzen oft nicht präzise benennen.

Bei jüngeren Bewerbern ist verständlich, dass sie sich noch nicht so gut beurteilen können. Hier würden unter Umständen Gespräche mit Lehrern, Verwandten oder Freunden helfen. Das bietet allerdings keinen völlig objektiven Rahmen. Aber auch älteren Bewerber, bei denen die Selbsterkenntnis schon fortgeschritten sein sollte, fällt es nach wie vor schwer, ihre eigenen Kompetenzen treffend zu benennen.

Natürlich gibt es auch hier Möglichkeiten. So haben wir in unseren bisherigen Info-Reports über die Berufskompetenz bereits einige Aspekte der vier Kompetenzen – Fach-, Methoden-, Sozial- und Persönlichkeitskompetenz – erläutert. Auch Fragen im Vorstellungsgespräch werden zu Ihrer Persönlichkeit, Ihrem Verhalten am Arbeitsplatz gestellt.

Es geht beim Mit-Arbeiten eben nicht nur um fachliche Expertise, sondern dass man sich in das bestehende Kollegen-Team gut einfügt und das Betriebsklima nicht belastet. Hard- und Softskills müssen also zusammenpassen.

Die Persönlichkeit kann man eben nicht verleugnen. Und woher soll Ihre Motivation, Belastbarkeit und Leistungsbereitschaft denn kommen, wenn nicht aus Ihnen selbst heraus?

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