Neuer Zwang – krank zur Arbeit?!

Neuer Zwang – krank zur Arbeit?!

Bereits im Vorstellungsgespräch fragen viele Personaler den Bewerber nach dessen eigener Verantwortung. Dazu gehört auch die oftmals strittige Frage, ob man als (künftiger) Mitarbeiter krank zur Arbeit erscheint. Gemäß aktueller Umfragen steigt die Zahl hier wieder an. Verwunderlich ist dabei allerdings, dass weniger der Arbeitgeber hier Druck aufbaut, sondern sich der Mitarbeiter oft aus falschen Befürchtungen und Ängsten selbst diesen Zwang auferlegt. Dabei schädigt es nachhaltig den Betrieb, wenn ein Mitarbeiter krank zur Arbeit erscheint. Einerseits kann er die Kollegen anstecken, was dann zu mehr Krankheitsausfällen führt. Andererseits unterlaufen der oder dem Betroffenen unter Krankheitseinfluss oftmals größere Fehler, die letztlich zu Verschlechterungen des Betriebs oder der Produktion führen. Dabei kommt es natürlich immer auf die Art und den Grad der Krankheit an. Bei einer harmlosen Erkältung kann man es sicherlich – im Anfangsstadium – riskieren, wenn man diese schon direkt mit entsprechenden Medikamenten bekämpft. 

Hauptgrund: Falsch verstandene Solidarität

Wie die jüngste Umfrage von YouGov und Statista zeigt, bleiben rund 38 Prozent der Befragten nicht zu Hause – selbst bei Fieber. Nahezu grundsätzlich bei Krankheit gehen 23 Prozent zur Arbeit. Hauptgrund dafür ist bei 37 Prozent oft eine falsch verstandene „Solidarität“, um die eigenen Kollegen entlasten. 18 Prozent gehen krank zur Arbeit aus Angst um den eigenen Arbeitsplatz und 10 Prozent geben an, dass dieses in ihrer Firma „so üblich“ sei.

Infografik: YouGov und Statista

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